Du lachst und lachst mich aus und an - du tarnst dich,spielst dich,und mich mit-
Du machst fünf Schritte rückwärts und dann drei voran,
Ein friedlicher Feldzug auf bekanntem Gebiet.
Du hast kein Konzept mehr und flüchtest nach vorn,
Um in Taten dann wieder zu relativieren;
Du willst und doch weiß ich: Du möchtest nicht wollen,
Und du fragst dich, was wir hätten tun sollen,
Und ich schweige mich heiser und blicke dich an,
Und ich sehe: Du tust was - Mann - kann.
Es ist wie ein Schachspiel, und wir setzen uns matt;
Wir pokern und bluffen noch beim schlechtesten Blatt;
Und wir warten gespannt auf die folgende Nacht
Um zu sehen,was sie aus uns macht.
Keine klare Idee und kein "Ja" und kein "Nein",
Und die Unsicherheit macht uns beide zu Stein,
Und ich lache:
So viel trügerischer Schein!
In engster Umarmung: Gemeinsam allein.
Was bleibt:
Das Wissen um das dünne Eis,auf dem wir uns bewegen,
Die Angst und alle Zweifel, die wir beide hegen,
Kalkül: Alles war absehbar, von vornherein;
Zuletzt das tief vergrabene Gefühl:
Wenn wir es ernst versuchten....
Wir könnten ALLES sein.
The way between
"I did" and "haven't done"
still was
the bridge between
"all";"everything" and "none";
There seems to be an edge between
"being left" and "let have gone".
Nachdem Julia endlich beschlossen hatte, Romeo von ihrem Balkon zu schubsen, war sie die Ruhe selbst.
Da war er also, der innere Friede, den sie seit langem an sich vermisste. Keine Scham, kein Gewissen, keine unruhigen, schlaflosen Nächte mehr, nein. Gelassen stand sie
– im Vollbesitz ihrer Zurechnungsfähigkeit und deutlich ausgezehrt von vergangenen 'Mußestunden'- am offenen Fenster und blickte hinaus. “Ewig dein, ewig mein, ewig uns.” Und was davon bleibt, ist der fade Nachgeschmack verstohlener Küsse, die Erinnerung eines Körpers, der “Schlaf” nur noch vom Hörensagen kennt und das Bild einer “Liebe”, deren Selbstverständnis sich anders kannte als die vergangenen Monate bleierner Schwere, die Julia auf ihren Schultern spürte, als wäre SIE diejenige, die bald zu fallen drohte.
Romeo. Kein Mann, den sie besser gekannt hätte. Kein Mann, der sie selbst besser gekannt hätte. Kein Lied, kein Gedicht, keine Novelle, die besser hätte beschreiben könne, wie verhängnisvoll zwei Menschen es vermögen, sich zu lieben, zu binden und sich gegegenseitig in den Abgrund zu stürzen .Julia die Geächtete, Romeo der Geknechtete. Sie die Gebundene, die festhält an allem, was sie sieht und fühlt, und wenn sie dies vor Hundertschaften verteidigen müsste, was sie auch tat, Tag, für Tag, für Tag...- Und er gefesselt und geknechtet durch seine Leidenschaften, deren Intensität ihm einen Käfig formten, aus dem er nun nicht mehr recht auszubrechen vermochte. Nicht recht heißt hier “nicht richtig”.
Denn sichtbar waren sie wohl, für sie, für alle, die Spuren unter seinen Augen, die Zeugnis davon ablegten, wie viele Balkone er, Romeo, des nachts noch zu erklimmen vermochte. Von der Nachtigall zur Amsel, zur Lärche, zur Nachtigall...
“Ewig dein,ewig mein, ewig.....”- “Und keinen Tag länger.” So dachte Julia, und trat einen Schritt zurück in ihr Zimmer.
---
Das Geräusch seines Aufpralls war dumpf; Der Boden war gerade gefroren und Romeos Fall kein allzu tiefer, und dennoch lag er nun still und regungslos, die Glieder fragwürdig angewinkelt. Julia blickte hinab. Morgen würden sie ihn finden, spätestens übermorgen, und die Leute aus dem Umland wären in Aufruhr und unschlüssig über den Verbleib seines leblosen Körpers, denn hier kannte man ihn nicht. Hier.
Ein Dieb, ein Unhold. Verdient und doch tragisch gestürzt im Begriff, sich wider den Gesetzen zu verhalten. Wo kein Kläger ist, dort ist kein Richter, doch der liebe Gott sieht alles, nun, nicht wahr... Schon glaubte Julia, sie zu hören, die Stimmen der Leute.
Romeo hatte bereits die ersten Stufen der Leiter erklommen, sein Blick so leer und doch voll Ungeduld, da hatte sie ihn gefragt, endlich : “Und sag mir, wie viele werden dich betrauern?” Und sie ergriff die oberen Enden der Leiter und schob sie langsam, bedächtig nach vorn, fast mühelos, während er ihren “Spaß” nicht verstand.Noch nicht. Als sie das Erkennen in seinen Augen las, dann das Entsetzen, fiel er bereits.
So stand sie, Julia, die Reine, die Schöne, die Sanfte, auf ihrem Balkon. Sie fröstelte.Nächtliche Stille lag über Verona, und die Welt hielt nicht den Atem an, kein Sturm, kein Blitz, kein Zeichen, ihre Tat zu verurteilen oder zu richten. Ein letzter Blick, dann drehte sie sich um und zog entschlossen die Balkontür hinter sich zu.
“Ewig dein, ewig mein,ewig uns.” Und ewig währt am Längsten. Oder?
Und ich lege mich selbst ab wie ein altes Schneckenhaus und stelle mir frei,ein anderer Mensch zu sein.Und beobachte mich, und lache innerlich, denn ich weiß, dass ich am Ende doch bei mir selbst ankomme.Und ich lobe mich für meine neue Andersartigkeit, und meine alte Haut richtet über meine Taten und wird mit der Zeit immer leiser und immer leiser und immer kleiner.... Und will am Ende doch nicht mehr recht passen. Da schimpft die alte Haut und flucht, und will die neue sein.
Nun ist die neue aber auch nicht recht bequem, und zerrt und ziept und kneift, und bücken geht auch noch nicht richtig,doch wenn die alte auch nicht passt, was dann...?! Oh Gott, noch mehr Veränderung wird nötig. ... Vor, zurück, vor, zurück...?! Oh nein, was tun? Wohin? Und nun....?! ...
Und wenn ich es nur könnte, ich würde mich selbst in den Arm nehmen und neuer und alter Haut erzählen, dass alles gut ist, dass alles gut war und wird und dass wir gut sind,mein neues, schizophrenes Neu- altes Ich und Ich.Oh ja, wir würden Kaffee trinken und Kekse essen und beratschlagen, was nun zu tun sei mit uns, am runden Tisch,wahrscheinlich.
Und dennoch sind meine Arme zu kurz, und dennoch passt weder alte- noch neue Haut,was heißt- oh nein! - ... Muss ich denn wachsen, muss ich es wirklich....?!
Und am runden Tisch klingelt das rote Telefon, und neue Haut nimmt den Hörer ab und wird ganz blass, denn man wünscht, sie reflektiert zu sehen, wie obszön...! Da will neue Haut auf einmal die alte sein und wird traurig, und schämt sich ihrer selbst.
Sodann beschließen neue Haut und alte Haut, zusammen ein neues Schneckenhaus zu suchen, zum bequemen Reinkriechen, anziehen und sofortigen Wohlfühlen- viel bequemer! Da lachen beide zusammen und sind sich endlich einig.
Und neue Haut guckt auf ihre Füße (und schämt sich noch vor dem roten Telefon, und wenn sie es nie zugeben würde...!) und flüstert: "Und ich glaube doch, man müsste wachsen,denn lange wird das neue Haus nicht passen... Doch wohin?"
So gehen sie beide, und hinter dem Schneckenhaus geht gerade die Sonne unter.
Aufgeben, hinschmeißen, liegen lassen...? : Fatal!
Also quäl ich mich weiter ...?- Egal.
Was mich zum Lachen bringt : Banal,
Was mich zum Weinen bringt: Banal,
Was mich zum Weitermachen zwingt: Marginal,
Doch meine gefühlten Katastrophen, die sind : "Total" .
Doch wenn du glaubst, du wirst mich eines Tages dramatisch tot erleben, pathetisch verabschiedet, weil ich mich selber nicht mehr banal jammern hören möchte (falls dir das lieber wäre.... ) , dann irrst du dich, denn selbst dann wäre ich nur - wie alle anderen, die an ihrer Banalität erstickt sind - : Ganz banal gescheitert;
Und das ist nicht mein Wunsch und Ziel.
Also bleibe ich, wenn's recht beliebt; Banal und heule weiter.
Du bist zu warm, ich bin zu kalt.
Du bist zu jung, ich bin zu alt.
Du bist zu arm, ich bin zu reich.
Du bist zu hart, ich bin zu weich.
Ahahahahaaaa...
Du bist zu high, ich bin zu down.
Du bist zu ernst, ich bin 'n Clown.
Ich bring dich runter, du bringst mich rauf.
Ich mach nich weiter, aber du gibst nicht auf.
Ahahahahaaaa...
Alles Schutt und Asche.
Alles Rauch und Staub.
Alles Trick und Masche
Alles welkes Laub.
Ahaaaaa...
Ich bin müde.
Du denkst nach vorne, ich denk zurück.
Ich zieh das Pech an, du hast nur Glück.
Du bist der Größte, ich bin bankrott.
Ich bin 'n Teufel, du bist 'n Gott.
Du bringst das Geld rein, ich schmeiß es raus.
Du gehst durchs Feuer, ich geh nach Haus.
Ahahahaaaa...
Ohohohooo...
Alles Schutt und Asche.
Alles Rauch und Staub.
Alles Trick und Masche
Alles welkes Laub.
Ahaaaaa...
Ich bin müde.
Du kennst die Wahrheit, ich nicht mal dich.
Du bist die Liebe, ich lieb nur mich.
Ich bin verkrampft, du bist so frei.
Du kommst 14:30, ich um halb drei.
Ahahahahaaaa...
Alles Schutt und Asche.
Alles Rauch und Staub.
Alles Trick und Masche
Alles Rauch und Staub.
Ahaaaaa...
Ich bin müde.
Holt die Stahlträger, mit denen wir uns gerade halten können, falls wir gebeugt werden,
Die Krücken, die es uns erlauben, zu laufen, obwohl man uns längst die Beine gebrochen hat,
Die Schienen, die uns zum Lächeln zwingen, während wir längst vergessen haben, wie es sich anfühlt.
Legt die Rüstungen an; die hohlen Phrasen, die an uns keine Angriffsfläche bieten,
Sie machen uns unverletzlich und schützen jeden geschundenen Körper, den sie bedecken.
Mit Waffen, die abgenutzt sind vom übermäßigen Gebrauch, wissen wir uns zur Wehr zu setzen;
Dem Kummer, der Trauer keine Chance zu bieten, uns zu Nahe zu kommen.
Von glockenhellem, irrem Lachen , Kampfgeheule abgeschreckt
Vermag der Feind nicht, sich zu nähern.
Wir greifen an; mit schönen Bildern und blumigen Worten umzingeln wir den Schrecken,
überrennen und sperren ihn ein, in Verliese, deren Löcher wir sicher noch ausbessern werden.
So hat die Rüstung uns erneut bewahrt; wir tun gut daran, sie zu erhalten, denn wir wissen um unsere Verwundbarkeit. So gilt es nur noch, nicht zu ertrinken ; in den Tränen, die zu weinen die Rüstung und wir uns niemals erlaubt haben.
Freiheit ist der Glaube des Menschen, frei entscheiden zu dürfen , obwohl Regeln und Vernunft ihn zwingen, letztendlich doch anders zu handeln. Und obwohl wir uns spontan entscheiden können, uns nicht an Regeln und Moral zu orientieren, sofern uns danach ist, sind es nur die wenigsten von uns, die ihnen zuwider handeln. Warum ?
Vielleicht werde ich morgen beschließen, frei zu sein. Frei zu entscheiden. Und ich werde rausgehen und jemanden ansprechen, demgegenüber ich sonst geschwiegen hätte. Ich werde grausam sein in meiner Meinungsäußerung, ich werde weder lügen noch schweigen noch taktvoll sein. Ich werde ehrlich sein , und somit nach Moral handeln, denn so wird mein Wille sein. Ich werde niemanden verletzen, und wenn doch, so war es Notwehr. Ich werde niemanden umbringen, und falls doch, so war es nur ein Unfall. Ich werde keine Regel brechen, und falls doch, so werde ich einen Weg finden, sie zu umgehen, oder meine Strafe zu mindern. Es wird immer Mittel geben. Um mich unfrei zu fühlen, muss ich meine Grenzen finden, und um diese zu finden muss ich Wünsche haben, die sie überschreiten, damit ich ihnen begegnen kann. Was wünsche ich ? Ich bin müde, also lege ich mich schlafen- und damit- bin ich frei. Für den Moment.
Ich ertränke mein Herz in Rhoibostee , und schwöre Stein und Bein, dass ich dich nicht gegessen habe.Die Hundejahre wollen mich nicht lachen machen, kein Bild, das schafft, dich einzufangen, geisterst du nun durch meinen Raum und schweigst stumm alle Wände an warum? Es rauscht ein Zug, kein Echo bleibt, und keine Wolke, die mich erinnert , so hohl, so leer, sehr aussichtslos.
All das,was ich auf dieser Welt nicht mehr zu finden glaubte,
All das,was ich auch heute noch nicht richtig glauben kann,
All das,an was zu denken mir so oft den Schlafe raubte,
All das gibst du mir, schöner Mann:
Wie schlecht nur können Zeilen all das fassen,
Wie könnt ein kläglicher Versuch hier nur genügen!
Es will sich nicht beschreiben lassen,
denn auch die schönsten Worte müssten lügen.
So bleibt mir nur noch die Umschreibung,
Zu sagen, dass ich an dich denke,
Auch diese bleibt noch Untertreibung,
Die ich dir hiermit -trotzdem- schenke:
Deine Hände ,deine Augen , dein Schneidezahn ,deine Haubentaucherhaare, dein “Schwimmring”, deine Marmeladenglasgelenke , deine Immerkaltenfüße, deine Nichtzulangenhaare , dein Grübelbart, deine Andersdenkerstirnfalte.
Wie du lautloslachst , wie du fahriglenkst, gegen deine Nichtzulangenhaare kämpfst ,wie du Grübelfingeramkinn vor meiner Tür stehst , wie du morgenstimmekrächzig hallotelefonierst und nimmerfrierend dem Pullover trotzt. Wenn du nie ganz echt singst, obwohl du weißt, wie schön es klingt.
Wenn du imitierst, und nicht mehr auf dieser Welt bist, wenn du dich begeisterst , dass ich nicht aufhören kann, neidisch zu werden, wenn du die Katze kraulst .
Wenn ich an manche Dinge denke, liebe ich dich so sehr, dass es weh tut, es nicht in Worte fassen zu können.
Dass ich dich nie mehr loslassen möchte, wenn du im Begriff bist, zu gehen. Wenn du nicht da bist, und ich versuche, an Vernunft zu halten, mir klar zu machen, dass ich nicht immer bei dir sein kann. Und wie sich das anfühlt.
Dass ich dir am liebsten den ganzen Tag Tee kochen möchte, dich nie wieder wecken (und es dann doch tue, weil ich mich zu sehr auf dein gemurmeltes “Morgen“ freue), dich nie wieder traurig sehen, dir Angst nehmen, dich glücklich machen, oder endlich herausfinden, was ich dazu noch tun kann.
Dass ich dich “mein Freund” nennen darf, obwohl ich es immer noch nicht gerne tue, weil ich Angst habe, dass du verpuffen könntest, täte ich es. Verrückt, oder?
Warum bist du noch da, warum magst du mich immer noch, warum suchst du dir nicht in dem Himmel, aus dem du kommst, eine andere Freundin, eine, die Musik versteht…?
Bevor du mich für endgültig wahnsinnig erklärst, das , was ich eigentlich sagen möchte:
Ich liebe dich. Seit ich dich kenne, weiß ich , was das bedeutet.
Gib mir Grund, mich selbst zu hassen,
Lass mich den Hass in Taten fassen,
Kann mich nicht spüren,Sucht nach Leben,
Im Wunsch nach Blut die Klinge heben,
Es läuft, ich spüre nichts, ein Stein,
Das Blut kann nicht das Meine sein-
Kein Gefühl und keine Schmerzen,
Nur Leere,tief in meinem Herzen.
Tiefer, weiter,viel zu sehr,
Und es befreit mich, mehr und mehr,
Alles beruhigt sich, alles leicht,
Die Ruhe hat mein Herz erreicht,
Kann aufatmen, bin frei,verstehe,
Bis ich dann meinen Körper sehe,
Mein Körper,blutig, wild zerschunden,
Voll alter und voll neuer Wunden,
Die ich nicht will, die ich nie wollte,
Ich weiß, dass ich es aufhören sollte,
Doch all die Wut,der Hass, die Trauer
Sind blutig nur von kurzer Dauer,
Denn die Leere,die mein alles ist,
Gibt Emotionen eine Frist,
Und bringt, bei aller Grausamkeit,
Einen Moment Gedankenfreiheit.
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde
Aber nach vielen Jahrmillionen
war der Mensch endlich klug genug.
Er sprach: Wer redet hier von Gott?
Ich nehme meine Zukunft selbst in die Hand.
Er nahm sie,
und es begannen die letzten sieben Tage
der Erde.
Am Morgen des ersten Tages
beschloss der Mensch, frei zu sein und gut, schön und glücklich.
Nicht mehr Ebenbild eines Gottes, sondern ein Mensch.
Und weil er etwas glauben musste,
glaubte er an die Freiheit und an das Glück,
an Zahlen und Mengen,
an die Börse und den Fortschritt,
an die Planung und seine Sicherheit.
Denn zu seiner Sicherheit hatte er den Grund zu seinen Füßen gefüllt
mit Raketen und Atomsprengköpfen.
Am zweiten Tage
starben die Fische in den Industriegewässern,
die Vögel am Pulver aus der chemischen Fabrik,
das den Raupen bestimmt war,
die Feldhasen an den Bleiwolken von der Straße,
die Schoßhunde an der schönen roten Farbe der Wurst,
die Heringe am Öl auf dem Meer und an dem Müll auf dem Grunde des Ozeans.
Denn der Müll war aktiv.
Am dritten Tage
verdorrte das Gras auf den Feldern und das Laub auf den Bäumen,
das Moos an den Felsen und die Blumen in den Gärten.
Denn der Mensch machte das Wetter selbst
und verteilte den Regen nach genauem Plan.
Es war nur ein kleiner Fehler in dem Rechner, der den Regen verteilte.
Als sie den Fehler fanden,
lagen die Lastkähne auf dem trockenen Grund des schönen Rheins.
Am vierten Tage
gingen drei von vier Milliarden Menschen zugrunde.
Die einen an den Krankheiten, die der Mensch gezüchtet hatte,
denn einer hatte vergessen, die Behälter zu schließen,
die für den nächsten Krieg bereitstanden.
Und ihre Medikamente halfen nichts.
Die hatten zu lange schon wirken müssen
in Hautcremes und Schweinelendchen.
Die anderen starben am Hunger,
weil etliche von ihnen den Schlüssel zu den Getreidesilos versteckt hatten.
Und sie fluchten Gott, der ihnen doch das Glück schuldig war.
Es war doch der liebe Gott!
Am fünften Tage
drückten die letzten Menschen den roten Knopf,
denn sie fühlten sich bedroht.
Feuer hüllte den Erdball ein,
die Berge brannten, die Meere verdampften,
und die Betonskelette in den Städten standen schwarz und rauchten.
Und die Engel im Himmel sahen,
wie der blaue Planet rot wurde,
dann schmutzig braun und schließlich aschgrau.
Und sie unterbrachen ihren Gesang für zehn Minuten.
Am sechsten Tage
ging das Licht aus.
Staub und Asche verhüllten die Sonne, den Mond und die Sterne.
Und die letzte Küchenschabe, die in einem Raketenbunker überlebt hatte,
ging zugrunde an der übermäßigen Wärme, die ihr gar nicht gut bekam.
Am siebten Tage
war Ruhe.
Endlich.
Die Erde war wüst und leer,
und es war finster über den Rissen und Spalten,
die in der trockenen Erdrinde aufgesprungen waren.
Und der Geist der Menschen
irrlichterte als Totengespenst über dem Chaos.
Tief unten, in der Hölle, aber erzählte man sich die spannende Geschichte
von dem Menschen, der seine Zukunft in die Hand nahm,
und das Gelächter dröhnte hinauf bis zu den Chören der Engel.
Vergiss mir deine Gattung nicht,
Vergiss nicht, dass du menschlich bist,
Behalt',was wirklich wichtig ist-
Vergiss Moral und and'ren Mist.
Bedenke doch, du lebst sehr frei,
Bedenke,du hast freie Hand,
Bedenke,ganz frei von Verstand,
Ob ein Mensch wie du je glücklich sei.
Vertraue, dass du grob veranlagt,
Vertraue,Rohheit bringt dich weiter,
Gelange, niemals hinterfragt-
Mit Grobheit höher auf der Leiter.
Du Mensch, Verleumdner deines Wesens!
Du Leugner deiner eignen Gattung,
Verächter deines Urbestrebens!
Fatal,sofern du dich nicht ändern wolltest,
Denn seit Jahren bist du so verblieben;
Der Grund,warum du dich ändern solltest:
Für deine Art könnt' man dich lieben.
Ich schreie eine Mauer an,
Ich rede gegen eine Wand,
Man sagt -obwohl ich es nicht glauben kann-
Sie sei mir wohl bekannt.
Ich schreie lauter,Ton um Ton
Doch antwortet sie nicht;
In spöttisch, qualvoll, stummem Hohn
Grinst sie mir ins Gesicht.
Sie trotzt mir,will sich nicht bewegen-
Ob sie wohl weiß, dass sie mich trägt?
Doch brauch kein einz'ger Stein sich regen-
Weil auch die Starre mich erschlägt.
Mein Echo hallt von kalten Steinen,
Die Mauer steht,still,kalt, und schweigt
Und auch kein Rufen,schreien,weinen
Vermag, dass sie Bewegung zeigt.
Anscheinend bleibt dies ihr Bestreben,
Zu trotzen,wider allen Klagen,
Und sollt'sie je ein Echo geben,
Wird mich wohl - im besten Fall-
Ein loser Stein erschlagen.
Nachts sprach einst der Mond zur Sonne: "Du führst ein wunderbares Leben.Die Menschen sehen dich mit Wonne,mein Licht betrachten sie fast nie,
oder sie fluchen, weil sie, in ihrer Lethargie, dein Tageslicht zum Glücke suchen.
Das Leben, das tags in deinem Licht erblüht, legt sich zur Ruh und flieht, wenn es mich sieht. Sogar die Blumen schließen sich vor mir, so gedenken sie der Sonne auch des Nachts- ich neid' es dir. Und strahle doch im Schatten deiner Herrlichkeit,und bleibe völlig unter Wert, doch deins,dein Licht ,es ist und bleibt begehrt, trotz aller Ungerechtigkeit.
Nun bist du überheblich, doch mit Recht, denn dein großes Wirken ist bekannt, hingegen all mein Tun vergeblich. Das meine zeigt sich demnach denkbar schlecht, weil es, in ewig dunkler Nacht, nie viel Betrachtung fand.Wer sieht mich,wie ich, in ewiglicher Wiederkehr, die Wellen schlage, und unendlich weites Meer verdränge? Den Beifall erhälst du, am Tage, und man bejubelt lediglich -und um so mehr- die Farbpracht deiner Untergänge."
Sein oder Nichtsein dann, das ist die Frage,
Was ist das Edlere, im Geist zu dulden
Schleuder und Pfeil des rasenden Geschickes,
Oder sich waffnen, einem Meer von Plagen,
Trotzen und so sie enden?Sterben,schlafen,
Nicht mehr ; Wir sagen Schlaf um so zu enden
Das Herzweh und des Lebens tausend Stöße ,
Die Fleisches Erbteil sind.Eine Vollendung,
Aufs Innigsten zu wünschen.Sterben,schlafen,
Schlafen,vielleicht auch träumen:Ah,da hackt sich's !
Denn was im Todesschlaf an Träumen käme,
Wenn wir dem sterblichen Wirrwarr entschlüpft sind,
Das muss uns anhalten.Da steckt die Rücksicht,
Die hilft dem Unglück zu so langem Leben;
Denn wer ertrüg'Geißeln und Spott der Zeit,
Des Unterdrückers Tat, des Stolzen Hochmut,
Die Qual verschmähter Lieb',des Rechten Aufschub,
Die Willkür hoher Stellung und die Tritte,
Die duldsames Verdienst vom Unwert hinnimmt,
Wenn er sich selbst ad acta legen könnte
Mit einem bloßen Stich?Wer trüg die Last
Und stöhnt' und schwitzt' unter der Müh des Lebens,
Wenn nicht das Graun vor etwas nach dem Tod,
Dem unentdeckten Land, aus dem kein Wandrer
Zurückkommt, unsern Willen ratlos machte,
So dass wir lieber unsre Übel tragen
Als fliehn zu anderen, die wir nicht kennen?
So macht Bedenken jeden von uns feige,
Und des Entschlusses angeborne Farbe
Krankt, übertüncht von der Gedanken Blässe,
Und mancher hohe,folgenschwere Vorsatz
Gerät aus diesem Grunde aus der Bahn
Und büßt den Namen Tat ein.
Ich stehe völlig neben mir,
nicht glücklich, weil nicht neben dir,
und ich rufe dich nur an
um dich zu fragen,
kann es sein, dass ich bei meinem letzten besuch
bei dir verlor'n was ich jetzt such?
Ich fühl mich unwohl ohne Kopf in der Straßenbahn,
deswegen lern ich kopflos Fahrrad fahren,
und ich weiß wahrscheinlich mit den Jahren
werd ich lernen dabei mein Gesicht zu wahren.
Du bringst mich um,
du bringst mich um
Schlaf und Verstand
Für dich geb ich
dem Wahnsinn die Hand
und Rand und Band ziehn ohne mich aufs Land.
Ich bin außer dir
gar nicht hier.
Ich betrink mich ohne Maß,
sieht keiner her, ess ich das Glas auf
ich mach nur den Geiern noch Spaß,
und ich beiß deinen Namen ins Gras.
Du bringst mich um,
du bringst mich um
Schlaf und Verstand
Für dich geb ich
dem Wahnsinn die Hand
und Rand und Band ziehn ohne mich aufs Land.
Ich bin außer dir (ich bin außer dir)
Ich bin außer dir (ich bin außer dir)
Ich bin außer dir
Du bringst mich um,
du bringst mich um
Schlaf und Verstand
Für dich geb ich
dem Wahnsinn die Hand
und Rand und Band ziehn ohne mich aufs Land.
Ich bin außer dir (ich bin außer dir)
Ich bin außer dir (ich bin außer dir)
Ich bin außer dir
gar nicht hier
gar nicht hier
gar nicht hier
gar nicht hier
gar nicht hier
Wirrenvoll verquert einschließt sich mir,
dass -Sinn und Logik hier oder hin-
die Sprechung wenig Form bedürftigt,
denn der Gehalten des Gesprachenen
bleibt -bei allen obswürdigen Wortgewendungen-
gemeinmeist nicht im Dunkelverborgenen.
So wäre es eigentvoll empfehlensbar,
eine Wortwahl zu vernutzen,die eigenst dem,
der sie erfundigt,am zugänvollsten ist,
zumal es dem, der diese dann gehörigt,
auch unter genormvollten Bedingbarkeiten
meistbar kaum vermöglicht ist,den Gesagtigkeiten Verstehung entgegen zu brächten.Wenn daswelchige, das geschuft und genormigt, um Verstehung zu erlaubigen, letztendvoll nicht zu der entwünschlichten Effektizienz führigt,wiefür dann die Aufwendung, wohalb nicht einjederfrau nach Stimmig und Launung? Wenn Kommunition nicht brauchfähig seie, so ist auch die Sprachung in ihrer genormbarten Verwendekeit nutzfrei.
Ich habe es geschafft. Meine Augen quittieren ihren Dienst,mein Gehirn auch, und ich habe arge Bedenken, ob die beiden gestellten Wecker es morgen früh schaffen werden,mich aus dem Bett zu bekommen, aber 1. ) Jetzt ist es eh zu spät,also kann ich genau so gut noch bloggen, und 2.) Mein Portfolio ist fertig. Endlich. Hr,hr. Ich habe es also doch noch geschafft, und wenn ich dafür nicht endlich Papst werde... Wann dann?!
Je länger ich mich, im Laufe meiner Kunst-Bemühungen, mit der Fotografi-Theorie auseinander setzen musste, desto weniger Sinn habe ich darin gesehen, einem größtenteils völlig desinteressierten Kunstkurs die Grundlagen der Fotografie beibringen zu wollen, wenn letztgenannter nichtmal Interesse für die Praxis aufbringt. Da ich mich heute mehr als genug mit der Theorie rumärgern musste und ich zu weiteren Worten nicht mehr wirklich im Stande bin, hier nun meine "Praxis" :
Der Regen spült die Worte fort, Die Tropfen: Ungeweinte Tränen, Zur falschen Zeit am falschen Ort, "Allein" sei zu erwähnen.
So scheint der Regen fast wie Trauer Die eigentlich nicht angebracht- Ach,Logik,geh,denn dieser Schauer... weint für mich um vergang'ne Nacht.
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Wenn Lieder niemals laut genug Und Tage nie zu lang sein können Wenn Bilder,die wie Lug und Trug Dem Träumen keine Ruhe gönnen- Wenn selbst Laternen tiefer fliegen Und Spinnen nur noch niedlich scheinen All' Menschen schon im Schlafe liegen Weil andere die Nacht verneinen- Wenn Worte einfach nicht mehr reichen Und Stummheit unerträglich ist, Wenn düstere Gedanken weichen Ganz ohne jede Stimmungs-List- Wenn alles,was für wahr gehalten Auf einmal unbekannt erscheint Und man das eigene Verhalten Kaum noch zu erkennen meint- Wenn selbst Banalstes noch entzückt- und sei es noch so wirr Ja dann.. bin ich wohl endgütig verrückt- Oder bei dir . ..
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Wortlos geht der Tag zu Ende Wortlos folgt zu lang die Nacht Wortlos such ich deine Hände Wortlos bin ich aufgewacht
Heillos das Gedankenkreisen Heillos geht mein Weltbild hin Heillos geht's nicht zu beweisen Dass ich noch die Gleiche bin
Sinnlos scheinen mir die Stunden Sinnlos,denn du bist nicht hier Sinnlos dreh'n die Zeiger Runden Einsamkeit?Gern,doch mit dir.
Er muss mich auf dem Rückweg als Landebahn genutzt haben und hatte großes Glück: Beinahe hätte ihn ein grausames Schicksal ereilt,da ich ihn erst für eine Spinne hielt- Jetzt jedoch wohnt er auf einer Palme,hoffentlich lange...
Ich gaukle und täusche und spotte und lache, Errätst du wohl,wer ich bin? Und je nach dem,was ich mit dir mache Siehst du in mir mehr oder weniger Sinn
Manchmal bin ich für dich noch von wert, Und manches Mal hasst du mich schier- Ich habe dir Trauer und Freude beschert- Doch im grunde liegt es bei dir
So schimpf nicht auf mich,hör auf mich zu fluchen Und nimm dich mal selbst an die Hand, Denn benutzt du ihn endlich,deinen Verstand, Will auch ich mein Bestes versuchen
Ich habe nur die Macht,die du mir gibst, Dein Glück,meist hast du sie dir gegeben, Auch wenn du mich hasst,derweil du mich liebst, -Viele Grüße,es schrieb dir: Dein Leben.
Warten,Warten,Zeitlochschwelle, bis man in den Schlafe falle. Warten,warten,Haltestelle, Gefühl wie in der Bahnhofshalle. Warten,warten,was,wofür?Darauf,dass der Zug gekommen. Warten,warten,schließt die Tür, abgefahren,mitgenommen.
Harren,harren,auf den Neuen,mitgefahren, wohl bekommen. Harren,harren,dabei freuen,doch's Gebaren macht beklommen. Harren,harren,Plan studieren,Abfahrt sehen, dort geblieben. Harren -still sinnieren,dann verstehen- Und die Bahnhofshalle lieben.